34 Markisenfreigestelle, 25 städtische Kindertageseinrichtungen und ein gemeinsames Ziel: mehr Schatten für die Menschen, die besonderen Schutz brauchen. Am 25. September 2026 haben wir von DIX Sonnenschutztechnik unser Projekt in Mülheim an der Ruhr abgeschlossen. Mit den installierten Anlagen entstehen zusätzliche verschattete Bereiche auf den Außengeländen der Kitas – für Spiel, Bewegung und gemeinsame Zeit im Freien.
Das Projekt zeigt, wie Kommunen den zunehmenden Herausforderungen durch sommerliche Hitze praktisch begegnen können. Denn Sonnenschutz ist in Kindertageseinrichtungen, Schulen und sozialen Einrichtungen ein wichtiger Bestandteil einer vorausschauenden Gestaltung: Außenbereiche sollen ihre Funktion als Aufenthalts-, Begegnungs- und Bewegungsräume behalten, auch wenn die Anforderungen an den Hitzeschutz steigen.

Das Projekt im Überblick
- Projektort: Mülheim an der Ruhr.
- Einsatzbereich: Außengelände städtischer Kindertageseinrichtungen.
- Umfang: 34 Markisenfreigestelle an 25 städtischen Kitas.
- Ausführung: Planung & Installation durch DIX Techniker
- Projektabschluss: 25. September 2026.
- Ziel: zusätzliche, flexibel nutzbare Schattenflächen für Kinder und Beschäftigte.
Mehr Schatten dort, wo Kinder ihren Alltag verbringen
Außenflächen gehören zum Alltag einer Kita. Hier wird gespielt, entdeckt, gebaut und gelernt. Damit diese Bereiche gut nutzbar bleiben, braucht es neben ausreichend Platz auch Rückzugsmöglichkeiten vor direkter Sonneneinstrahlung.
In Mülheim an der Ruhr wurden deshalb zusätzliche Sonnenschutzanlagen für städtische Kindertageseinrichtungen beauftragt. Nach Angaben der Stadt wurden die Standorte anhand von Bedarfsabfragen und fachlichen Prüfungen ausgewählt. An der kommunalen Umsetzung arbeiten Jugendamt, ImmobilienService und das Amt für Grünflächenmanagement zusammen.
Unterstützt wird das Vorhaben durch zwei Stiftungen. Laut Stadt stehen dafür bis zu 10.000 Euro pro Anlage einschließlich Installation bereit. Unser abgeschlossener Projektumfang umfasst die 34 Markisenfreigestelle an den 25 städtischen Kitas. Die ebenfalls von der Stadt beschriebenen Maßnahmen bei Einrichtungen freier Träger sind davon getrennt zu betrachten.
Mit unserer Installation leisten wir einen konkreten Beitrag zu diesem Vorhaben: zusätzliche Schattenbereiche, die natürliche Schattenspender ergänzen und die Nutzung der Außenflächen unterstützen.
Markisenfreigestelle: flexible Beschattung unabhängig von einer Hauswand
Bei den von uns installierten Anlagen handelt es sich um Markisenfreigestelle – also freistehende Konstruktionen, an denen einfahrbare Markisen befestigt sind. Sie ermöglichen eine Beschattung auch dort, wo keine geeignete Gebäudefassade für eine Wandmontage vorhanden ist.
Gerade auf weitläufigen Kita-Außengeländen ist das ein entscheidender Vorteil. Der Sonnenschutz kann näher an den tatsächlich genutzten Bereichen angeordnet werden. So lassen sich Schattenplätze dort schaffen, wo Kinder spielen oder sich Gruppen aufhalten.
Das Gestell bleibt dauerhaft installiert; die Markisen können ein- und ausgefahren werden. Dadurch lässt sich die Beschattung an die Sonneneinstrahlung und den jeweiligen Bedarf anpassen. Bei ungünstiger Witterung sind die zulässigen Betriebsbedingungen der Anlagen zu beachten.
Für uns gehört zu einer guten Sonnenschutzlösung deshalb auch der Blick auf den späteren Alltag: Wo wird Schatten gebraucht? Wie verändert sich der Sonnenstand? Welche Wege und Spielflächen müssen frei bleiben? Und wie lässt sich die Anlage im täglichen Betrieb einfach bedienen?

Warum Hitzeschutz für öffentliche Einrichtungen immer wichtiger wird
Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes führt der Klimawandel zu einer zunehmenden Belastung durch extreme Hitze. Besonders anhaltende Hitzeperioden können die Gesundheit beanspruchen. Damit wächst auch die Bedeutung einer vorausschauenden Planung von Gebäuden und Außenräumen.
Für Kommunen und Träger sozialer Einrichtungen bedeutet das: Hitzeschutz sollte frühzeitig in die Entwicklung, Modernisierung und Bewirtschaftung ihrer Standorte einbezogen werden. Das betrifft Kitas und Schulen ebenso wie Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Beratungsstellen und andere öffentlich genutzte Gebäude.
Verschattung ist dabei ein wichtiger Baustein. Sie reduziert die direkte Sonneneinstrahlung auf Menschen und Oberflächen. Entscheidend ist allerdings die Unterscheidung zwischen dem Schutz eines Außenbereichs und dem Schutz eines Gebäudes: Ein beschatteter Spielbereich erfüllt eine andere Aufgabe als ein außenliegender Sonnenschutz vor einem Fenster.
Eine wirksame Planung betrachtet deshalb den gesamten Standort – von den Aufenthaltsflächen im Freien bis zu den Räumen, in denen Menschen lernen, arbeiten, betreut werden oder sich erholen.
Kinder, ältere und kranke Menschen brauchen besonderen Schutz
Hitze betrifft alle Menschen, aber ihre Folgen sind unterschiedlich. Das Umweltbundesamt zählt insbesondere Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie kranke Menschen zu den besonders gefährdeten Gruppen.
Kinder: Schatten als Teil einer fürsorglichen Umgebung
Bei Babys und Kleinkindern ist die körpereigene Temperaturregulation noch nicht vollständig entwickelt. Sie reagieren empfindlicher auf hohe Temperaturen und können schneller austrocknen. Zugleich sind sie auf Erwachsene angewiesen, die Belastungen erkennen und für Schutz sorgen.
Verschattete Bereiche unterstützen diese Aufgabe im Kita-Alltag. Sie bieten Alternativen zu Flächen in direkter Sonne und erleichtern eine bewusste Tagesgestaltung. An besonders heißen Tagen bleiben zusätzlich kühlere Aufenthaltsorte, ausreichend Getränke und angepasste Aktivitäten wichtig. Auch ein beschatteter Außenbereich kann bei extremer Hitze zu warm sein.
Ältere und pflegebedürftige Menschen: erreichbare Rückzugsorte schaffen
Für ältere Menschen können Hitzeperioden besonders belastend sein, insbesondere bei Vorerkrankungen oder eingeschränkter Mobilität. Wer seinen Aufenthaltsort nicht selbstständig wechseln kann, braucht eine Umgebung, die Schutz und Unterstützung von Anfang an berücksichtigt.
Für Pflegeeinrichtungen bedeutet das aus planerischer Sicht: Schattenplätze sollten gut erreichbar sein und sich sinnvoll mit barrierefreien Wegen und Sitzmöglichkeiten verbinden lassen. Ebenso wichtig sind geschützte Innenräume und Abläufe, die den Umgang mit heißen Tagen erleichtern.
Kranke Menschen: Entlastung in sensiblen Einrichtungen
Menschen mit Erkrankungen können ebenfalls empfindlicher auf Hitze reagieren. Das macht den Hitzeschutz in Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen und anderen Einrichtungen der Versorgung besonders relevant.
Die Planung sollte sowohl Patientinnen und Patienten als auch Beschäftigte berücksichtigen. Beschattete Aufenthaltsbereiche, der Schutz von Fenstern vor direkter Sonne und geeignete organisatorische Maßnahmen können sich dabei sinnvoll ergänzen.

Außenflächen und Gebäude gemeinsam betrachten
Das Mülheimer Projekt konzentriert sich auf die Beschattung von Kita-Außenflächen. Bei einem umfassenden Hitzeschutzkonzept kommen weitere Maßnahmen hinzu. Je nach Standort und Nutzung können dazu gehören:
- Beschattung von Aufenthaltsflächen: beispielsweise durch Markisenfreigestelle, geeignete Sonnensegel oder andere auf den Standort abgestimmte Systeme.
- Außenliegender Sonnenschutz an Fenstern: um den solaren Wärmeeintrag in Innenräume zu begrenzen.
- Bäume und Begrünung: als ergänzende Bestandteile einer langfristigen Freiraumgestaltung.
- Geeignete Lüftungs- und Betriebskonzepte: abgestimmt auf das Gebäude und seine Nutzung.
- Organisatorische Hitzevorsorge: mit klaren Zuständigkeiten, angepassten Tagesabläufen und dem Blick auf besonders gefährdete Personen.
Auch der UV-Schutz bleibt eine eigene Aufgabe: Schatten verringert die direkte Sonnenexposition, ersetzt aber keinen vollständigen persönlichen Sonnenschutz. Geeignete Kleidung, Kopfbedeckung und weitere Schutzmaßnahmen bleiben je nach Situation erforderlich.
Was bei kommunalen Sonnenschutzprojekten zählt
Ein Sonnenschutzprojekt beginnt mit der Frage, welche Fläche zu welcher Tageszeit geschützt werden soll. Die Größe einer Anlage allein sagt noch nicht aus, ob ihr Schatten die gewünschten Bereiche tatsächlich erreicht. Sonnenstand, Ausrichtung, benachbarte Gebäude und die Nutzung der Fläche müssen zusammen betrachtet werden.
Ebenso wichtig sind geeignete Befestigungen, die örtlichen Bodenverhältnisse, Windbelastungen und ausreichend freie Bewegungsflächen. In Kitas und sozialen Einrichtungen verdienen auch die Erreichbarkeit der Bedienelemente und mögliche Konflikte mit Spielgeräten oder Verkehrswegen besondere Aufmerksamkeit.
Zum langfristigen Betrieb gehören außerdem verständliche Bedienungsabläufe sowie die erforderlichen Kontrollen und Wartungsarbeiten. Eine gute Lösung muss zur Einrichtung und zu den Menschen passen, die sie täglich nutzen.
Das Projekt in Mülheim an der Ruhr zeigt, welchen Umfang eine solche kommunale Maßnahme erreichen kann: Mit 34 installierten Markisenfreigestellen wurden an zahlreichen Kita-Standorten zusätzliche Voraussetzungen für geschützte Aufenthalte im Freien geschaffen.

DIX: Sonnenschutz für Kommunen und soziale Einrichtungen
Wir freuen uns, dieses Projekt für die Mülheimer Kindertageseinrichtungen umgesetzt zu haben. Für uns verbindet es fachgerechte Sonnenschutztechnik mit einer Aufgabe, die im Alltag vieler Einrichtungen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Ob Kita-Außengelände, Schulhof, Pflegeeinrichtung oder öffentliches Gebäude: Wir beraten Kommunen und Träger zu Sonnenschutzlösungen, die zu ihren Flächen, ihrer Nutzung und ihren Anforderungen passen. Dabei betrachten wir die Beschattung von Außenbereichen ebenso wie geeignete Systeme für Fenster und Fassaden.
Sie planen ein Hitzeschutzprojekt für Ihre Einrichtung? Sprechen Sie uns an. Gemeinsam betrachten wir den Bedarf vor Ort und entwickeln eine passende Lösung.
Weitere Informationen zum Projekt und zum Hitzeschutz
- Stadt Mülheim an der Ruhr: Bericht über die zusätzlichen Sonnenschutzanlagen an den Kitas.
- Umweltbundesamt: Gesundheitsrisiken durch Hitze.
- Umweltbundesamt: Hitze und besonders gefährdete Personengruppen.
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Hitzeschutz für Kinder.
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit: Kinder vor Sonne schützen.
